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Das ewige Licht – leuchtet nicht mehr

“Franzl! Schütt’s Bier ned aus, Kreuz-Parasol! Gell, de neue Kellnerin gfallert dir wohl”, steht auf dem bunten, bleigerahmten Glasfenster rechts an der Wand. Die Wirtshausszene ist ein Relikt aus der früheren Gaststätte Zum ewigen Licht. “Da hat meine Frau großen Wert darauf gelegt”, sagt Karl-Heinz Wildmoser, “es sollte was vom alten Lokal erhalten bleiben.” Mehr erinnert hier nicht ans frühere Ewige Licht. Denn innen drin ist alles neu, von Grund auf. Auch wenn die Holzverkleidung an der Wand von einer 300Jahre alten Berghütte aus dem Tegernseer Land stammt. “Es sollte traditionell und trotzdem modern sein”, sagt Wildmoser. Und deshalb haben die Innenarchitekten vom Büro Lauber Zottmann Blank ein edles Ensemble aus Holz und Elementen, die nach schwarzem Gussstahl aussehen, miteinander kombiniert.

“Am Ende des Gastraums thront mittig in Kopfhöhe ein offener Kamin mit Feuerimitation, darunter eine Ablage für Brennholz, das nie gebraucht werden wird. Über der Feuerimitation ein Flachbildschirm auf dem Filmchen laufen. Robuste Holztische und -bänke in der Mitte des Raumes werden flankiert von Lederstühlen und filigraneren Holztischen am Rand.”

Ein Zweizeiler an einer schwarzen Säule erinnert daran, das an diesem Ort die Weißwurst, Bayerns bekannteste Speise Bayerns, erfunden wurde. Für den Nostalgiker und Traditionalisten wirkt dieser Ort befremdlich. Das hat hier alles nichts mehr mit dem ehemaligen “Gasthaus zum ewigen Licht” zu tun. Kein Andenken an den Weißwurst-Erfinder Sepp Moser. Keine Statue oder ähnliches. Aber, … ein Weißwurstessen zu horrenden Preisen und Senf im Plastikbeutel serviert, verderben die Freude am Besuch an diesem historischen Ort!



Feuer durch Brennpaste? Holzscheite aus Kunststoff? LED-Beleuchtung? Und. Wer wird die !!echten!! Holzscheite einmal gebrauchen? Gemütlichkeit im ehem. “Gasthaus zum ewigen Licht”

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