Aktuelles

Der Bayer mag kein “Ü”

Tschüs. Der Bayer spitzt seinen Mund höchstens zum Trinken und zum Bussln, nicht aber um ein „ü“ zu sprechen, und deswegen geht ihm auch das „Tschüs“ so zögernd über die Lippen. Vielleicht sollte er deshalb in Anlehnung an die aufgeführten Beispiele statt „Tschüs“ in Zukunft „Tschiß“sagen oder „Tschiaß“ oder „Tschuaß“ oder gar „Tscheaß“..
Da kommt wirklich nur ein Ersatzwort in Frage. Wie wär s mit „Pfiat di“ oder „Servus“?

Eine „tschüs-freie Zone“ wird Bayern nicht mehr werden. Die Abschiedsformel ist heute zu verbreitet, vor allem unter Kindern. Diese Verbreitung hat zwei Ursachen: Erstens die innerdeutsche Bevölkerungswanderung von Nord nach Süd, die auch ein sprachlicher Zuzug ist, und zweitens die audiovisuellen Medien. In den Medien – auch wenn sie, wie der Bayerische Rundfunk, ihren Sitz in Bayern haben – herrscht das sprachliche Vorurteil: „Richtiges Hochdeutsch spricht man nur in Norddeutschland“. Deshalb gilt „tschüs“ als gutes Deutsch und wird medial überall hin verbreitet, während „Servus“ allenfalls im Regionalprogramm vorkommt.

Beispiele:

Hochdeutsch üBayerisch u
drückendrugga
MückeMuggn
hüpfenhupfa
BrückeBrugg
Hochdeutsch üBayerisch i
SchüsselSchissl
KrüppelGribbe
DübelDiwe
MünchenMinga
BüffelBiffe
TüftlerDifdla
StrümpfeSchdrimpf
HütteHiddn
müdemiad
HosentürchenHosndial
KüheKiah
süßsiaß
FüßeFiaß
gemütlichgmiatddlich
SchürzeSchiazl

Quelle: http://www.patrickwagner.de

Wie hilfreich war dieser Beitrag?

Klicke auf die Sterne um zu bewerten!