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Der König Ludwig-Schnitt – Eine Herausforderung

Die nobelste Art, eine Weißwurst zu verzehren, ist ganz klar der König Ludwig-Schnitt. Diese Verzehrmethode velangt allerdings fasst chirurgische Fähigkeiten.

Also,pack´mas. Man platziert die Weißwurst auf dem Teller, visiert die Schnittstelle an der linken Seite der Wurst an und sticht in einem Winkel von 45 Grad vertikal von links oben nach rechts unten ein. Danach schneidet man dieses Stück ab. Die Haut, welche auf dem Teller liegt, keinesfalls verletzen. Mediziner nennen so etwas Sagittal-Schnitt.

Die Wurst klafft nun an der Schnittstelle weit auf. Man arretiert die Haut mit dem Messer auf dem Teller und sticht mit der Gabel links in das Brät und dreht es locker aus dem Handgelenk aus dem Saitling heraus. Anschließend schneidet man im 45-Grad-Winkel von rechts oben nach links unten (das abgeschnittene Stück gleicht nun einer halben Raute mit einem 90-Grad-Winkel am unteren Ende), hält mit dem Messer wieder die Wurst am Teller fest und drehtmit der gabel erneut das abgeschnittene Brät heraus. So wird nach und nach, immer schön im 45-Grad-Winkel, die gesamte Weißwurst aufgeschnitten. Wer diese Technik beherrscht, darf sich wahrhaft Weißwurst-Gourmet nennen.

Das Brät muss sich „wie die Brust aus dem Mieder wölben“. 

Peter M. Lill, Buchautor “Mythos Weißwurst”

Auf dem Teller zeigt sich nach dem Verzehr der Weißwurst übrigens eine komplette Rautenreihe.

Sollte dieser Schnitt beim ersten Male nicht so gut funktionieren, dann heißt es probieren, probieren..

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