{"id":2711,"date":"2019-09-11T21:17:41","date_gmt":"2019-09-11T21:17:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/?p=2711"},"modified":"2019-10-17T21:53:46","modified_gmt":"2019-10-17T21:53:46","slug":"weisswurst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/?p=2711","title":{"rendered":"Die Wei\u00dfwurst-Ihre Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wei\u00dfwurst<\/strong>&nbsp;ist eine&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Br%C3%BChwurst\">Br\u00fchwurst<\/a>&nbsp;aus fein&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kutter_(Lebensmittelherstellung)\">gekuttertem<\/a><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kalbfleisch\"> Kalbfleisch<\/a>&nbsp;(auch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweinefleisch\">Schweinefleisch<\/a>), Schweiner\u00fcckenspeck und Gew\u00fcrzen. Weil das Br\u00e4t nicht mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nitritp%C3%B6kelsalz\">Nitritp\u00f6kelsalz<\/a>, sondern mit \u00fcblichem Kochsalz gesalzen wird, hat die Wurst eine helle grau-wei\u00dfe Farbe. Gro\u00dfe \u00c4hnlichkeiten bestehen zur&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wollwurst\">Wollwurst<\/a>&nbsp;und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stockwurst\">Stockwurst<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/0-Weisse-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1857\" width=\"443\" height=\"295\" srcset=\"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/0-Weisse-1.jpg 1000w, https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/0-Weisse-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2019\/04\/0-Weisse-1-768x513.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><figcaption><strong>Die Wei\u00dfwurst. Bayerns bekannteste Speise<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wei\u00dfwurst ist eine der bekanntesten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C3%BCnchen\">bayerischen<\/a>&nbsp;Spezialit\u00e4ten. Sie wird traditionell fr\u00fchmorgens hergestellt und vormittags als&nbsp;Brotzeit&nbsp;auf M\u00e4rkten und in Wirtsh\u00e4usern mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Senf#S.C3.BC.C3.9Fer_Senf\">s\u00fc\u00dfem Senf<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brezel\">Brezn<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fbier\">Wei\u00dfbier<\/a>&nbsp;verzehrt. Selbstverst\u00e4ndlich kann man die Wei\u00dfwurst zu jeder Tages-und Nachtzeit genossen werden. Die Wei\u00dfwurst ist weltbekannt und verk\u00f6rpert das bayerische Lebensgef\u00fchl.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Geschichte nach wurde die Wei\u00dfwurst im Gasthaus \u201eZum Ewigen Licht\u201c am&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marienplatz_(M%C3%BCnchen)\">M\u00fcnchner Marienplatz<\/a>&nbsp;am 22. Februar 1857 (Faschingssonntag) vom Wirtsmetzger Joseph Moser (genannt \u201eMoser Sepp\u201c) eher zuf\u00e4llig bei der Bratwurstherstellung erfunden \u2013 als \u201eFehlfabrikat\u201c. Als Moser die&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Saitling\">Saitlinge<\/a>&nbsp;(Schafsd\u00e4rme) f\u00fcr die Kalbsbratw\u00fcrstchen ausgingen, w\u00e4hrend schon die G\u00e4ste warteten, soll er seinen Lehrling losgeschickt haben, um neue zu besorgen. Dieser kam aber mit Schweined\u00e4rmen zur\u00fcck, die zu z\u00e4h und zu gro\u00df f\u00fcr Bratw\u00fcrste sind. In der Not f\u00fcllte Moser sie trotzdem mit der fertigen Masse, briet die W\u00fcrste jedoch nicht, sondern br\u00fchte sie in hei\u00dfem Wasser, weil er Bedenken hatte, dass die Schweined\u00e4rme beim Braten platzen k\u00f6nnten. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/0000-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-664\" width=\"465\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/0000-1.jpg 1000w, https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/0000-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/0000-1-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 465px) 100vw, 465px\" \/><figcaption><strong>Wei\u00dfwurst. Ein Genu\u00df<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wei\u00dfw\u00fcrste werden aus Kalbfleisch (Schweinefleisch),&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Speck\">Schweiner\u00fcckenspeck<\/a>, gegartem&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kalbskopf\">Kalbskopffleisch<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eis\">Eis<\/a>-Schnee sowie Kochsalz hergestellt und je nach Rezept mit&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Petersilie\">Petersilie<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pfeffer\">Pfeffer<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zitrone\">Zitronenpulver<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Macis\">Macis<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Zwiebel\">Zwiebeln<\/a>, auch&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ingwer\">Ingwer<\/a>&nbsp;und&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarzer_Kardamom\">Kardamom<\/a>&nbsp;gew\u00fcrzt. Der Muskelfleischanteil muss dabei \u00fcberwiegen, also zu mindestens 51&nbsp;% aus Kalbfleisch bestehen. Zu dem entsehnten Fleisch kommt noch das&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%A4utelwerk\">H\u00e4utelwerk<\/a>, das sich aus gekochten, ausgel\u00f6sten Kalbskopfteilen mit Haut, Bindegewebsteilen von K\u00e4lbern und gekochten&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schwarte_(Lebensmittel)\">Schwarten<\/a>&nbsp;von jungen Schweinen zusammensetzt. Das H\u00e4utelwerk darf nicht mehr als 10 Prozent der Wurstmasse betragen, der Fremdwassergehalt nicht \u00fcber 25 Prozent, der Fettgehalt nicht \u00fcber 30 Prozent liegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fertige Wurstmasse wird in Schweined\u00e4rme gef\u00fcllt und zu etwa 10-12 cm langen W\u00fcrsten von 80\u2013100 Gramm Gewicht abgedreht. Zubereitet werden sie, indem man sie 10 Minuten in hei\u00dfem,  Wasser erw\u00e4rmt. In kochendem Wasser platzen sie, verlieren an Geschmack und es besteht die Gefahr, dass sich der Darm nicht mehr ordentlich entfernen l\u00e4sst. Zugabe von Salz oder einer <a href=\"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/was-bringt-die-opfer-wurst-hier-die-aufloesung\/\">Opferwurst<\/a> ist nicht n\u00f6tig. Petersilie in der Terrine ist nur f\u00fcr das Auge und hat keinen Einflu\u00df auf den Geschmack.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.weisswurstbayern.de\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Weltenburg-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2712\" width=\"386\" height=\"486\"\/><figcaption><strong>Die Wei\u00dfwurst. Menschenvebindend<\/strong><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus der Zeit vor der Erfindung der K\u00fchltechnik stammt die Empfehlung, Wei\u00dfw\u00fcrste d\u00fcrften das Mittagsl\u00e4uten um 12 (11) Uhr nicht h\u00f6ren. Das ist heute v\u00f6llig \u00fcberholt. Nach einer anderen Erkl\u00e4rung wurden sie vormittags in den Gastst\u00e4tten an Handwerker verkauft, die zum Mittagstisch Platz f\u00fcr zahlungskr\u00e4ftigere Kundschaft machen sollten. Heute werden Wei\u00dfw\u00fcrste den ganzen Tag \u00fcber angeboten, von Bayern aber trotzdem in aller Regel zum zweiten Fr\u00fchst\u00fcck (Brotzeit) am Vormittag, so ab 10 Uhr gen\u00fcsslich verzehrt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align:center\"><strong>Die Wei\u00dfwurst darf rund um die Uhr verzehrt werden<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wei\u00dfwurst&nbsp;ist eine&nbsp;Br\u00fchwurst&nbsp;aus fein&nbsp;gekuttertem Kalbfleisch&nbsp;(auch&nbsp;Schweinefleisch), Schweiner\u00fcckenspeck und Gew\u00fcrzen. Weil das Br\u00e4t nicht mit&nbsp;Nitritp\u00f6kelsalz, sondern mit \u00fcblichem Kochsalz gesalzen wird, hat die Wurst eine helle grau-wei\u00dfe Farbe. Gro\u00dfe \u00c4hnlichkeiten bestehen zur&nbsp;Wollwurst&nbsp;und der&nbsp;Stockwurst. Die Wei\u00dfwurst ist eine der bekanntesten&nbsp;bayerischen&nbsp;Spezialit\u00e4ten. Sie wird traditionell fr\u00fchmorgens hergestellt und vormittags als&nbsp;Brotzeit&nbsp;auf M\u00e4rkten und in Wirtsh\u00e4usern mit&nbsp;s\u00fc\u00dfem Senf,&nbsp;Brezn&nbsp;und&nbsp;Wei\u00dfbier&nbsp;verzehrt. Selbstverst\u00e4ndlich kann man die Wei\u00dfwurst zu jeder Tages-und Nachtzeit genossen werden. Die Wei\u00dfwurst ist weltbekannt und verk\u00f6rpert das bayerische Lebensgef\u00fchl. Der Geschichte nach wurde die Wei\u00dfwurst im Gasthaus \u201eZum Ewigen Licht\u201c am&nbsp;M\u00fcnchner Marienplatz&nbsp;am 22. Februar 1857 (Faschingssonntag) vom Wirtsmetzger Joseph Moser (genannt \u201eMoser Sepp\u201c) eher zuf\u00e4llig bei der Bratwurstherstellung erfunden \u2013 als \u201eFehlfabrikat\u201c. 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Petersilie in der Terrine ist nur f\u00fcr das Auge und hat keinen Einflu\u00df auf den Geschmack. Aus der Zeit vor der Erfindung der K\u00fchltechnik stammt die Empfehlung, Wei\u00dfw\u00fcrste d\u00fcrften das Mittagsl\u00e4uten um 12 (11) Uhr nicht h\u00f6ren. Das ist heute v\u00f6llig \u00fcberholt. Nach einer anderen Erkl\u00e4rung wurden sie vormittags in den Gastst\u00e4tten an Handwerker verkauft, die zum Mittagstisch Platz f\u00fcr zahlungskr\u00e4ftigere Kundschaft machen sollten. Heute werden Wei\u00dfw\u00fcrste den ganzen Tag \u00fcber angeboten, von Bayern aber trotzdem in aller Regel zum zweiten Fr\u00fchst\u00fcck (Brotzeit) am Vormittag, so ab 10 Uhr gen\u00fcsslich verzehrt. 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Dieser kam aber mit Schweined\u00e4rmen zur\u00fcck, die zu z\u00e4h und zu gro\u00df f\u00fcr Bratw\u00fcrste sind. In der Not f\u00fcllte Moser sie trotzdem mit der fertigen Masse, briet die W\u00fcrste jedoch nicht, sondern br\u00fchte sie in hei\u00dfem Wasser, weil er Bedenken hatte, dass die Schweined\u00e4rme beim Braten platzen k\u00f6nnten. Wei\u00dfw\u00fcrste werden aus Kalbfleisch (Schweinefleisch),&nbsp;Schweiner\u00fcckenspeck, gegartem&nbsp;Kalbskopffleisch,&nbsp;Eis-Schnee sowie Kochsalz hergestellt und je nach Rezept mit&nbsp;Petersilie,&nbsp;Pfeffer,&nbsp;Zitronenpulver,&nbsp;Macis&nbsp;und&nbsp;Zwiebeln, auch&nbsp;Ingwer&nbsp;und&nbsp;Kardamom&nbsp;gew\u00fcrzt. Der Muskelfleischanteil muss dabei \u00fcberwiegen, also zu mindestens 51&nbsp;% aus Kalbfleisch bestehen. 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