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Der Supergau

Etwas Schlimmeres, ein größeres Unglück, kann im gastronomischen Bereich im Wirtshaus oder Zuause nicht passieren. Denn die Weißwurst ist mit ihrer zarten Schweinehülle ein wahres Sensibelchen, wenn sie mit Hitze konfrontiert wird. Schon nach allerkürzester Zeit reagiert die Haut mit auf zu hohe Temperaturen mit gräßlichem Platzen.

Der Supergau

So bereitest Du die Weißwurst richtig zu.

Ein Schrei verbreitet in Bayern Angst und Schrecken:“Die Weißwürscht kochen!“

Die schönen Weißwürscht bilden dann blitzartig eine Art weiße Weißwurstsuppe, der Spaß an ihrem Essen vergeht einem ziemlich. Denn die geplatzte Weißwurst, „Weiberl“ genannt,verliert schnell an Geschmack und noch schneller an Aussehen und schmeckt dann nicht halb so gut. Eigentlich schmeckt sie gar nicht mehr, weil einem schon bei Hinsehen alles vergeht. Und hier wird gezeigt, wie die Weißwurst zubereitet wird.

⇒ Und so gelingt alles zu 100%

Ein probates Mittel, das Platzen der Weißwürscht zu vermeiden, ist folgendes: Man kocht das Wasser in einem großen Topf kurz auf, nimmt den Topf dann von der Herdplatte und legt die Weißwüscht zum Erwärmen hinein und macht den Deckel drauf. Man läßt die Würscht dann zwischen 12 und 15 Minuten ziehen. Derweil kann der Tisch schön gedeckt werden. Teller, Besteck (wers braucht) Bier, Brezn und natürlich süßen Senf (den königlichen Weißwurstsenf) nicht vergessen.

⇒ DIE WEISSWURST NIE KOCHEN ! ! !

Anschließend gießt man heißes (nicht kochendes) Wasser in eine schöne Terrine mit Deckel. Dorthin siedeln die Weißwürscht um. Praktisch ist, wenn man mit dem Messer den Wurststrang in einzelne Würscht zerlegt. Man kann sich dann nämlich die Weißen einzeln aus dem Wasser fischen und sie heiß und einzeln verspeisen.

WICHTIG: Nach jeder Weißwuaschtentnahme den Deckel wieder auf die Terrine legen. Somit ist gewährleistet, daß die Weißwürscht schön warm bleiben. Eine lauwarme Weißwurst ist nämlich nicht gerade der Hit und sind kein Gaumenkitzel mehr. Genauso wichtig ist, daß immer nur eine Weißwurst auf dem Teller liegt, um ein frühzeitiges abkühlen zu verhindern.

Mit freundlicher Genehmigung von Peter M. Lill aus dem Buch: “Mythos Weißwurst“, Verlag Knürr, ISBN 3-928432-23-0

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